STARTseite > OEKOline > Bündnis für Umwelt

Bündnis für Umwelt

 

Umweltschutz

Das Stiefkind der Ausbildungsordnungen

Ausbildungsordnungen stellen einen verbindlichen, bundeseinheitlichen Rahmen für die berufliche Qualifizierung dar und sichern zugleich deren Qualität. Sie regeln den Vermittlungsprozess der Inhalte und den Abschluss eines staatlich anerkannten Berufes.  Alle an der Ausbildung Beteiligte, Ausbilder und Ausbilderinnen, Auszubildende, Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern, zuständige Stellen des öffentlichen Dienstes, der freien Berufe und der Landwirtschaft haben sich gleichermaßen an sie zu halten. Da Ausbildungsberufe nur im Konsens entstehen, ist die Veränderung der Berufslandschaft ein zeitlich und organisatorisch aufwendiger Prozess. Andererseits sichert gerade dieses Verfahren die hohe Akzeptanz.

An der Entwicklung der Ausbildungsordnungen wirken die Sozialpartner mit.


Zur Zeit gibt es für ca. 390 anerkannte betriebliche Ausbildungsberufe eine verbindliche und bundeseinheitliche Ausbildungsordnung. Völlig neue umweltspezifische Lehrberufe entstehen allerdings nur sehr selten. Vielfach handelt es sich dabei um eine Neuordnung eines alten, technisch überholten Berufsbildes oder um die innovative Kombination bestehender Ausbildungsinhalte. Der bislang einzige neu geschaffene Umweltausbildungsberuf ist der 1984 eingerichtete Ver- und Entsorger.

Aus ihm sind im Juli 2002 vier neue umwelttechnische Ausbildungsberufe hervorgegangen:

 Fachkraft für Wasserversorgungstechnik,

 Fachkraft für Abwassertechnik,

 Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft,

 Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice

Im Auftrag der "Zentraleinrichtung Kooperation der TU Berlin" hat Leo Haenlein den Umweltschutz in Ausbildungsordnungen seit den achtziger Jahren bis heute dokumentiert und erstmalig eine detaillierte Gesamtübersicht erstellt.

 Die aufschlußreiche Dokumentation mit zahlreichen Tabellen und Übersichten auf 554 Seiten stellen wir hier als PDF-Datei zum Download zur Verfügung (7,4 MB).

 

 


 

Bündnis für Arbeit und Umwelt 

 


Schon jetzt sind fast 1.4 Millionen Menschen in der Bundesrepublik durch Umweltschutz beschäftigt. Umweltschutz ist außerordentlich beschäftigungswirksam und hat ein hohes Innovationspotenzial.
Klimaschutz schafft neue zukunftsfähige Arbeitsplätze.  

1. Bündnis für Arbeit und Umwelt im Bündnis für Arbeit (Fachdialog Umwelt im Bündnis für Arbeit)

Das Bündnis für Arbeit und Umwelt als Begriff hat der DGB erstmals in seinem Positionsapapier zum Fachdialog Umwelt: Arbeit und Umwelt im Bündnis für Arbeit aufgegriffen. Daraufhin führten der Deutsche Gewerkschaftsbund, die Hans-Böckler-Stiftung, die Friedrich-Ebert-Stiftung, und der Deutsche Naturschutzring eine gemeinsame Tagung: "Bündnis für Arbeit und Umwelt" im Reichstag in Berlin durch. Die Tagung fand ein auch für die Veranstalter erstaunlich großes Interesse und eine großes Medienecho.  

2. Bündnis für Arbeit und Umwelt:

Das Projekt "Energetische Gebäudesanierung" kann bis zu 200.000 neue Arbeitsplätze schafften. Für dieses Projekt setzen sich inbesondere die IG BAU und der DGB ein.

In einem Aktionsbündnis, der "Bundesinitiative Jetzt" unter der Schirmherrschaft von Ernst von Weizsächer, MdB und ehemaliger Präsident des Wuppertal Institus für Klima, Umwelt, Energie, wurde hierfür gemeinsame Lobby-Arbeit betrieben.

3. Bündnis für Arbeit und Umwelt:

Beispiel Klimaschutz - Energiewirtschaft

Mit der Liberalisierung der Energiemärkte wurden ca. 60.000 Arbeitsplätze in der Branche vernichtet. Der Konzentrationsprozess schreitet weiter voran. Dennoch: Engagierter Klimaschutz erhält alte und schafft neue Arbeitsplätze.  

4. Bündnis für Arbeit und Umwelt

Beispiel Erneuerbare Energien

Ausgangspunkt für die positive Entwicklung in Deutschland war das Stromeinspeisungsgesetz von 1991 für die Windkraft. Die erfolgreichen Rahmenbedingungen wurden mit dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz vom März 2001 gelegt. Seither expandiert die Branche und schafft neue zukunftsfähige Arbeitsplätze. Beispielsweise über 35.000 in der Windkraft.

Wie sich die Entwicklung bis Anfang 2001 darstellte, zeigen die "Rahmenbedingungen zur Windkrafterzeugung in Deutschland", die vom Bundesverband WindEnergie 2001 zusammengestellt wurden.  

Die IG Metall setzt sich schon seit langem für den raschen Ausbau der Erneuerbaren Energien im Interesse von Klimaschutz und Arbeit ein. Das Potenzial an neuer Arbeit für den Bau, die Planung und Pojektierung sowie den weltweiten Vertrieb und die Wartung aller Anlagen der Erneuerbaren Energien ist riesig. Pro erzeugte Menge Strom sind erneuerbare Energien um den Faktor 10 bis 15 arbeitsintensiver als fossile oder atomare Großanlagen.

Die Gewerkschaft ver.di setzt sich besonders für die Kraft-Wärme-Kopplung mit fossilen und erneuerbaren Energieträgern ein. Hierdurch ergibt sich eine deutlich positive und dezentral wirkende Beschäftigungswirkung.

Weitere Informationen finden Sie hier: 

Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung e. V. (B.KWK)

Perspektiven der Arbeitsgesellschaft - Arbeit + Ökologie